Das Riester-Sparen wurde am 1.1.2002 eingeführt, die Eigenheimzulage im Jahr 2005 abgeschafft. Um dies zu kompensieren, wurde der Wohn-Riester eingeführt. Damit soll ebenfalls erreicht werden, dass Wohneigentum, welches selbstgenutzt wird, in die Altersvorsorge mit einbezogen werden kann.
Den Wohn-Riester kann man zur Immobilienfinanzierung, zum Erwerb von Anteilen an einer Wohnungsbaugenossenschaft oder direkt zum Kauf bei einer Immobilie einsetzen. Voraussetzung ist es allerdings, dass die Immobilie von einem selbst genutzt wird. Wird die Immobilie später vermietet, müssen sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden.
Hat man sich ab dem Jahr 2008 zum Kauf einer Immobilie entschlossen und bereits vorher in einen Riester-Vertrag eingezahlt, kann das dort angesparte Vermögen in eine Wohn-Riester umgewandelt werden und sofort zur Finanzierung einer Immobilie eingesetzt werden. Allerdings müssen sich mindestens 10.000 Euro im Vertrag befinden. Ist das der Fall, dürfte man eine gute Grundlage für die Anschaffung einer Immobilie geschaffen haben. Die Höchstgrenze liegt bei 50.000 Euro, die aus dem Vertrag entnommen werden dürfen.
Die Entnahme wird wie ein Darlehen behandelt. Dieses wird zinslos gewährt und auch nicht versteuert. Die Rückzahlung muss im 2. Jahr nach der Entnahme beginnen. Das ist der späteste Termin. Ein früherer Beginn ist natürlich auch problemlos möglich. Das Darlehen wird in Raten in jeweils gleicher Höhe zurückgezahlt. Bis zum 65. Lebensjahr muss es vollständig abgezahlt sein.
Die Förderung der Wohn-Riester unterscheidet sich nicht von anderen Riester-Verträgen. Es gibt die Grundzulage und die Kinderzulagen. Junge Sparer, die sich vor ihrem 25. Lebensjahr zum Abschluss eines Riester-Vertrages entscheiden, bekommen eine Extraprämie von 200 Euro. Die Kinderzulage beträgt 185 Euro bis zu 300 Euro. Hier spielt die Anzahl der Kinder eine Rolle.
Die Wohn-Riester hört sich auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Ergänzung bei einer Immobilienfinanzierung an, hat jedoch auch Tücken. In den ersten Jahren ist es kaum möglich, 10.000 Euro in einem Riester-Vertrag anzusparen. Selbst bei voller Förderung müssten horrende Beiträge eingezahlt werden, um die 10.000 Euro zu erreichen. Weiterhin muss während der Rückzahlung zum einen das Darlehen bedient werden, zum anderen aber ebenfalls die Beiträge in die Riester eingezahlt werden.
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http://www.riesterrente-info.de/riesterrente-informationen/